Mehr Geld für die Verbesserung von Radwegen

CDU-Kreistagsfraktion bringt Mittelerhöhung auf den Weg

 

Lüneburg Die CDU-Kreistagsfraktion setzt auf die weitere Stärkung des Radverkehrs. Mit Erfolg haben sich die Christdemokraten in der Sitzung des Finanzausschusses des Lüneburger Kreistages für eine Erhöhung der Mittel zur Sanierung der kreiseigenen Radwege im kommenden Jahr eingesetzt.

 

Zuvor hatte die CDU schon im Straßenbau- und Betriebsausschuss (SBU) in einem Dringlichkeitsantrag gefordert, im Rahmen des Wirtschaftsplans zusätzlich 100.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um neben dem Ausbau auch die Sanierung der kreiseigenen Radwege schneller voranzutreiben. Im Fachausschuss des SBU konnte man sich nunmehr darauf verständigen, insgesamt sogar 300.000 Euro für die Verbesserung der Radinfrastruktur vorzusehen. Der Erhöhung des Radverkehrsetats muss jetzt noch der Kreistag am 21. Dezember 2020 im Rahmen des Gesamthaushaltes zustimmen.

 

Dem Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion für Mobilität, Wilhelm Kastens, zufolge befänden sich mehrere Radwege an den Kreisstraßen in einem schlechten Zustand. "Starke Rissbildungen, Aufbrüche durch Wurzelwerk, Ausspülungen und Unebenheiten bilden die Hauptursachen für die unzureichende Befahrbarkeit einiger Radwege innerhalb wie außerhalb geschlossener Ortschaften", erklärt er. Kastens ist zugleich Vorsitzender des SBU.

 

"Die Aktualität des Radverkehrs und seine Bedeutung als Alternative zum Auto, gerade auf kurzen und mittleren Distanzen, kann in Anbetracht der umwelt- und klimapolitischen Debatten dabei kaum größer sein", ergänzt der CDU-Kreisvorsitzende Felix Petersen, der ebenfalls dem Kreistag angehört. Petersen: "Der Neubau von Radwegen reicht allein aber nicht aus, um mehr Menschen zu motivieren, öfters auf das Fahrrad umzusteigen. Wir müssen vielmehr gleichzeitig die bestehenden Radwege instandhalten."

 

Im Integrierten Mobilitätskonzept des Landkreises Lüneburg sei die Verknüpfung mit dem Radverkehr zudem als ein grundlegender Baustein formuliert, unterstreicht Kastens und fügt an: "Die Qualitätsverbesserungen im Bestand der kreiseigenen Radwege sind auch deshalb unbedingt notwendig. Eine Vielzahl von Abschnitten der straßenbegleitenden Radwege bedürfen einer grundlegenden Sanierung. Die Mittelerhöhung für den SBU zur Verbesserung der Radwege ist daher dringend erforderlich."