Petersen: „Landkreis muss jetzt Verantwortung für das Theater übernehmen“

Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Lüneburg fordert stärkere Finanzierung durch den Landkreis

Lüneburg Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Lüneburg, Felix Petersen, fordert, die Mittelzuweisungen des Landkreises an das Theater zu erhöhen, auch wenn die Stadt als zweiter Träger eine Ko-Finanzierung nicht leisten könne. Er begründet den CDU-Vorstoß mit der schlechten Finanzsituation der Kultureinrichtung. „Wenn wir jetzt nicht beginnen, die Weichen richtig zu stellen, sind die Rücklagen des Theaters in zwei Jahren aufgebraucht und das Theater geht in die Insolvenz“, warnt er.

Die CDU-Kreistagsfraktion unter Leitung ihres Vorsitzenden Günter Dubber, der gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrates des Theaters ist, hatte bereits in dieser Woche in den Gremien des Landkreises eine entsprechende Initiative gestartet.

 

Die ausbleibende Übernahme der Tariferhöhungen seit 2012 durch das Land verursache beim Theater jährlich eine Lücke von 280.000 Euro. Derzeit könne die Deckung noch aus der Kapitalrücklage bestritten werden.

Während der Landkreis mit seinem Haushalt 2019 seine Verpflichtungen aus dem Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen vorzeitig erfüllen konnte, befindet sich die Stadt Lüneburg unverändert im Entschuldungsverfahren. Mit dem Zukunftsvertrag übernahm das Land Kredite vom Landkreis und der Stadt, im Gegenzug verpflichteten sich diese, ihre Haushalte zu konsolidieren.

 

Das Theater habe Petersen zufolge alle Möglichkeiten der Kostenreduzierung ausgeschöpft. „Beim laufenden Betrieb wird sorgsam mit dem Geld umgegangen, während die Besucherzahlen steigen und über dem Landesdurchschnitt aller Theater in Niedersachsen liegen. Mehr geht kaum! Um Lüneburg als Kulturstandort und den Angestellten des Theaters eine verlässliche Perspektive zu geben, brauchen wir dringend eine dauerhaft auskömmliche Finanzierung“, so Petersen. Zwar haben die Regierungsfraktionen von SPD und CDU im Landtag dem Lüneburger Theater im Haushaltsjahr 2019 einen höheren Zuschuss zur Verfügung gestellt, allerdings ist dieser nach wie vor nicht ausreichend, um die Defizite auszugleichen.

 

„Wir haben uns als CDU sehr für eine verbesserte Finanzierung durch das Land eingesetzt und werden dies auch weiterhin tun. Jetzt ist aber auch der Landkreis gefordert, wenn wir unser Theater hier vor Ort dauerhaft sichern wollen. Wenn uns das Theater wichtig ist, dann dürfen wir nicht nur immer nach Hannover zeigen, sondern müssen auch selbst einen höheren Beitrag zum Erhalt unseres Theaters liefern“, so Petersen.