Voller Saal auf der ersten Regionalkonferenz

Lüneburg Am Donnerstag haben die drei Bewerber für die CDU-Kandidatur bei der Landratswahl am 26. Mai 2019 einen vollen Saal im Hotel „Europa“ in Scharnebeck vorgefunden. Rund 80 Zuhörer waren erschienen, um die Vorstellungsreden von Bleckedes Bürgermeister Jens Böther, Ministerialrätin Dr. Dorit Stehr und Kreisrätin Sigrid Vossers zu hören und mit ihnen anschließend über aktuelle Themen der Kreispolitik zu diskutieren. Das Los entschied über die Reihenfolge der Redner. Moderiert wurde die Veranstaltung vom stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Hans-Georg Führinger.

 

Den Auftakt machte Jens Böther (52), wobei er seine kommunalpolitische Erfahrung als hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Bleckede und früherer Kommunalbeamter beim Landkreis Lüneburg herausstellte. „Ich bin durch und durch ein Kommunaler“, unterstrich Böther. Gleichzeitig versprach er unter anderem, sich für eine gerechte Kita-Finanzierung ebenso einzusetzen wie für schnellere Verfahren für Baugenehmigungen, bessere Verkehrsanbindungen im kommunalen Bereich und darüber hinaus nicht zuletzt mit Blick auf die Umsetzung der A39 und vor allem der Elbbrücke bei Darchau.

 

Als zweite Rednerin sprach Sigrid Vossers (46), die aufgrund ihrer Tätigkeit als Kreisrätin beim Landkreis Lüneburg die Region gut kenne. Sie fühle sich wohl hier, weshalb sie auch in die Region ziehen wolle. Inhaltlich stellte sie etwa auf die Arbeitskultur im Kreishaus ab: Sie wolle „nah dran an den Mitarbeitenden“ sein, denn ohne sie sei keine erfolgreiche Kreispolitik zu machen. Zudem strebe Vossers die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum, Verbesserungen beim ÖPNV und bei der Versorgung des ländlichen Raumes mit öffentlichen Einrichtungen an.

 

Den Schlusspunkt in der Rednerreihenfolge setzte Dr. Dorit Stehr (61) aus Amelinghausen. Sie hob hervor: „Ich kann Verwaltung, vom Landkreis bis ins Ministerium.“ Als Referatsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sieht sie sich ebenfalls beruflich gut vernetzt. Sie wolle sich etwa für die Elbbrücke und die A 39 einsetzen und ob Alpha-E umgesetzt werden könne, müsse sich zeigen. Bei der Kita-Finanzierung wolle sie außerdem das Land Niedersachsen stärker in die Pflicht nehmen, um eine gerechte Lastenverteilung zu erreichen.

 

CDU-Kreisvorsitzender Felix Petersen zieht ein positives Fazit mit Blick auf die erste von zwei Regionalkonferenzen: „Sie hat unseren Mitgliedern und der Öffentlichkeit einen guten Eindruck von den Bewerbern ermöglicht.“ Die zweite Regionalkonferenz findet am jetzigen Montag, den 28. Januar 2019, um 19.00 Uhr, im Restaurant „Alter Porthhof“ in Reppenstedt statt, an der wieder auch Nicht-CDU-Mitglieder teilnehmen können. Gewählt wird die CDU-Landratskandidatin bzw. der CDU-Landratskandidat schließlich auf einem öffentlichen CDU-Kreisparteitag am Freitag, den 1. Februar 2019. Gäste können zu diesen Veranstaltungen ohne Anmeldung kommen.