Christina von Mirbach: „Ich kann, ich will und ich werde Bürgermeisterin von Adendorf!“

Der Vorstand der CDU Adendorf  hat mich gestern als Bürgermeisterkandidatin nominiert. Im Januar werde ich mich den Mitgliedern der CDU in einer Mitgliederversammlung vorstellen. Mein großer Wunsch ist, dass ich die Kandidatin aller im Rat vertretenen Gruppierungen werde. Das Amt der Bürgermeisterin taugt nämlich nicht als Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen. Fach- und Sozialkompetenz sollten im Vordergrund stehen. Ich möchte daher sowohl das Wahlverfahren – von Wahlkampf möchte ich in dem Kontext nicht sprechen – überparteilich führen als auch das Amt der Bürgermeisterin gemeinwohlorientiert ausüben.

 

 

 

Warum will ich Bürgermeisterin werden?

 

In der letzten Zeit bin ich von vielen darum gebeten worden, die mir zutrauen, dass ich als Bürgermeisterin einen guten Job machen werde.

 

Das Amt der Bürgermeisterin von Adendorf verlangt außerdem nach einer fachkundigen und sensiblen Persönlichkeit. Ich bin mit Leib und Seele Verwaltungsjuristin mit jeder Menge Führungserfahrung und sozialer Kompetenz. Diese Erfahrungen und Fähigkeiten möchte ich gerne zum Wohl der Adendorferinnen und Adendorfer im Rathaus einbringen.

 

Last but not least halte ich es für wichtig, dass Adendorf  endlich eine „Frau Bürgermeisterin“ bekommt. Weibliche Führungskräfte sind nach wie vor dünn gesät. Es hätte Signalwirkung, wenn Adendorf als moderne Gemeinde mit visionären Ansätzen auch in diesem Bereich eine Vorreiterrolle übernehmen würde.

 

 

 

Welche Akzente möchte ich als Bürgermeisterin setzen?

 

Aufgabe der Bürgermeisterin ist nicht so sehr das Setzen eigener politischer Impulse. Vielmehr besteht die Verantwortung neben der Repräsentanz der Gemeinde darin, politische Beschlüsse des gewählten Gemeinderats effektiv umzusetzen und dabei das rechtlich und wirtschaftlich Machbare im Auge zu behalten. Es gibt allerdings Fragen, die ich als Herausforderung der nächsten Jahre für Adendorf  sehe und zu deren Antwort ich gerne als Bürgermeisterin mit einer gut arbeitenden Verwaltung beitragen möchte:

 

 

 

1. Wie soll das Adendorf  der Zukunft aussehen?

 

Immer mehr Wachstum oder Begrenzung des Zuzugs? Ausweisung immer neuer Baugebiete oder „Closed shop“? Viele Menschen, vor allen Dingen junge Familien, zieht es in das ausgesprochen attraktive Adendorf. Aber: Können wird diese Entwicklung verkraften und wenn ja, welche Rahmenbedingungen müssen dann geschaffen werden? Wie soll Adendorf sich positionieren? Als anonyme Schlafstadt oder als eng verbundene Dorfgemeinschaft, um nur zwei Extreme zu nennen.

 

 

 

2. Wie wollen wir in Adendorf  wohnen und arbeiten?

 

Wir haben in Adendorf  viele Bereiche, für die ein verbindlicher qualifizierter Bebauungsplan fehlt. Folge ist, dass Investoren sich im Zentrum Adendorf s Sahnestücke unter den Nagel reißen, alte Häuser abreißen und diese mit unverhältnismäßig massiven, großen und hohen Gebäuden zupflastern. Dabei entsteht nicht einmal gut bezahlbarer Wohnraum für kinderreiche Familien, sondern der Trend geht in Richtung „Luxuswohnungen“.  Dem Rat sind aus rechtlichen Gründen dabei die Hände gebunden und er muss dieser Entwicklung tatenlos zusehen. Die Lösung besteht in der Aufstellung von Bebauungsplänen.  Die kosten zwar Geld, sichern aber den Einfluss der gewählten Gemeindevertreter auf Art und Umfang der Bebauung. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, dass Adendorf eine gute Struktur an Gewerbebetrieben benötigt. Denn Gewerbe schafft Arbeitsplätze und trägt über die Gewerbesteuer dazu bei, dass politische Ideen überhaupt umgesetzt werden können.

 

 

 

3. Wie sieht der Verkehr der Zukunft in Adendorf aus?

 

Die Einwohnerzahl Adendorfs ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen und damit auch das Verkehrsaufkommen.  Ich habe leider nicht den Eindruck, dass Autofahrer in Adendorf  sich durch Rücksichtnahme und Vorsicht auszeichnen. Im Gegenteil wird an manchen Straßen gerast, was das Zeug hält. Dem ausschließlich mit strengeren Kontrollen entgegen zu wirken, ist nicht der Königsweg. Vielmehr müssen die Verkehrsströme kreativ gelenkt werden. Aktuellen Studien zufolge macht es ganz viel Sinn, die strikte Trennung zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autoverkehr aufzugeben und stattdessen auf integrativen, gleichberechtigten Verkehr zu setzen. Zu klären ist außerdem, welche Infrastruktur Adendorf  zur positiven Begleitung der zunehmenden Elektromobilität vorhalten muss.

 

 

 

4. Wie sieht die Verwaltung der Zukunft in Adendorf aus?

 

Digital und gleichzeitig sehr kundenorientiert! Das wäre jedenfalls mein Wunsch. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern sollte Mensch und Natur dienen. Derzeit arbeite ich auf Landesebene in der 8. Regierungskommission zu dem Thema „Umweltpolitik im Zeitalter des digitalen Wandels“. Ich bin sicher, dass ich mit den Erkenntnisse daraus Adendorf s Verwaltung in die richtige Richtung bringen kann.

 

   

Beste Grüße,
Ihre Christina von Mirbach