CDU-Kreisvorsitzender Felix Petersen: „Finanzierung des Theaters auf solide Beine stellen“

Das Lüneburger Theater braucht dringend mehr Geld, um seinen Spielbetrieb in den kommenden Jahren aufrechterhalten zu können. Deshalb hat sich jetzt der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Lüneburg, Felix Petersen, in zwei Briefen an den CDU-Landesvorsitzenden und stellvertretenden Ministerpräsidenten Niedersachsens, Dr. Bernd Althusmann, sowie an den Fraktionsvorsitzenden der CDU im Niedersächsischen Landtag, Dirk Toepffer, gewandt.


Wie nicht zuletzt Medien berichten, weist das Theater Lüneburg ein steigendes Defizit von 276.000 Euro auf. Ohne mehr Geld vom Land wird sich die Lücke in fünf Jahren auf 2,5 Millionen Euro belaufen, sofern das Theater bis dahin durchhält. Auslöser für diese existenzbedrohende Situation sind die Tarifsteigerungen der letzten Jahre, weil das Land die Mehrkosten bisher nicht übernommen hat.


Wie wichtig das Lüneburger Theater für die Region sei, unterstreicht Petersen in seinen Schreiben an Althusmann und Toepffer wortgleich: „Mit seiner theaterpädagogischen Arbeit sowie der Zusammenarbeit zum Beispiel mit der Leuphana Universität oder der Musikschule trägt das Theater Lüneburg wesentlich zur kulturellen Bildung vor Ort bei.“


Ebenfalls lobt Petersen die Theaterleitung, die viele Maßnahmen auf den Weg gebracht habe, die die Kosten des Theaters gesenkt hätten. In der Folge habe der Zuschuss je Besucher 2016 deutlich unter dem Landesdurchschnitt aller kommunalen Theater Niedersachens gelegen. Da dies zur dauerhaften Sicherung des Geschäftsbetriebes allerdings immer noch nicht ausreiche und die beiden Träger des Theaters, die Stadt und der Landkreis Lüneburg, dem Entschuldungsvertrag unterliegen, sei die Kultureinrichtung auf mehr finanzielle Unterstützung durch das Land angewiesen.


„Das Land Niedersachsen muss seine im Koalitionsvertrag gemachten Zusagen einhalten und die kommunalen Theater finanziell strukturell stärker unterfüttern. Die Finanzierung des Theaters muss auf solide Beine gestellt werden und dafür wird die CDU vor Ort auch weiterhin das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen“, so Petersen zu seiner Inititative.


Am Mittwoch haben sich ebenso Mitglieder der Partei- und Fraktionsvorstände der CDU aus den Städten mit den kommunalen Theatern mit CDU-Landtagsabgeordneten in Hannover getroffen. Für Lüneburg sind der Vorsitzende der hiesigen CDU-Kreistagsfraktion, Günter Dubber, und die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Lüneburg, Regina Baumgarten, hingefahren und haben für mehr Geld geworben. Bei den Landtagsabgeordneten stieß das Werben auf Zustimmung. Sie wollen im Landeshaushalt 2019 deutliche Akzente zugunsten der Theater setzen.
Auch der CDU-Landtagsabgeordnete für Lüneburg, Uwe Dorendorf, will, dass die Theater 2019 stärker gefördert werden. „Theater sind zweifellos ein wichtiger Teil der kulturellen Vielfalt in unserem Land. Sie stehen für Werte wie Toleranz und eine offene, pluralistische Gesellschaft und sind nicht zuletzt ein wirtschaftlicher Faktor in ihrer jeweiligen Region“, betont er.


Dorendorf hatte sich am Dienstag mit dem Geschäftsführer des Lüneburger Theaters, Volker Degen-Feldmann, über die kritische Kostenentwicklung des Theaters ausgetauscht und den niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, noch am gleichen Tag auf das Thema angesprochen. „Wir sind uns einig, dass wir unsere Theater nicht im Stich lassen wollen“, resümiert Dorendorf.