„Meine Aufgabe ist es, anderen Frauen den Weg zu ebnen“ CDU-Bundesvorstandsmitglied Elisabeth Motschmann MdB auf Kreisparteitag

Auf unserem außerordentlichen Parteitag im Museum Lüneburg am Freitag hat der CDU-Kreisverband gemeinsam mit der Frauen Union über die Rolle von Frauen in der Politik diskutiert. Gastrednerin war die Herausgeberin des Sammelbandes „Female Diplomacy: Frauen in der Außenpolitik“, Elisabeth Motschmann, die ihr Buch vorstellte. Anlass war das hundertjährige Jubiläum des Frauenwahlrechts in Deutschland und der 70. Geburtstag der Frauen Union.
 
Der CDU-Kreisvorsitzende, Felix Petersen, und die Vorsitzende der Lüneburger Frauen Union (FU), Anja Pols, dankten Motschmann für ihr Kommen. Die FU-Vorsitzende unterstrich dabei die Rolle ihrer Vereinigung als eine treibende Kraft innerhalb der CDU in besonderer Weise. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, Eckhard Pols, stellte seine Fraktionskollegin Motschmann den rund 40 Anwesenden vor.
 
Motschmann, die auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand ist, betonte, dass es nicht sein könne, dass „die Männer den Frauen die Welt erklären“. Dies habe sie aber vor allem in der Außenpolitik etwa bei einem Besuch der Münchner Sicherheitskonferenz 2017 so wahrgenommen. Neben Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen habe sie dort kaum eine Frau gesehen. „Meine Aufgabe ist es, anderen Frauen den Weg zu ebnen“, resümierte Motschmann ihre Sichtweise auf ihr Engagement. Um mehr Frauen in die Außenpolitik wie in die Politik allgemein zu bekommen, müssten Frauen auch lernen, besser zu „netzwerken“. Hier seien Männer klar im Vorteil, so Motschmann weiter.
 
In der abschließenden Podiumsdiskussion mit Motschmann, Petersen, Anja Pols und der Spitzenkandidatin des CDU-Bezirksverbandes Nordostniedersachsen, Lena Düpont, ging es auch um die Europawahlen 2019. „Europa ist das größte Friedensprojekt aller Zeiten“, bekannte Motschmann und ergänzte: „Wir wissen gar nicht, wie es ist, im Krieg zu leben.“ Einer der Punkte, in dem Düpont ihr zustimmte. Düpont hatte sich vorab den Anwesenden vorgestellt und hervorgehoben: „Europa kann uns nicht egal sein.“