Peter Luths: Flexi-Rente großer Erfolg für MIT

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Lüneburg (MIT) wertet den Beschluss der Bundesregierung zur Flexi-Rente als großen Erfolg: „Es ist eine gute Nachricht, dass der Gesetzentwurf endlich auf den Weg gebracht wird“, sagt Peter Luths, Vorsitzender der MIT Lüneburg. Er nennt die Flexi-Rente ein „längst überfälliges Signal“ in der Rentenpolitik: „Nur weil jemand ein bestimmtes Alter erreicht hat und rentenberechtigt wird, gehört er deswegen noch nicht automatisch zum alten Eisen. Wir geben den Menschen endlich das Recht, selbst zu entscheiden, wie lange sie arbeiten wollen.“ Luths geht davon aus, dass das Gesetz zügig im Bundestag verabschiedet wird. Es soll ab 2017 in Kraft treten.

 

Wer freiwillig länger arbeitet, wird nach dem Gesetz mehr Rente erhalten, wenn er weiter in die Rentenversicherung einzahlt. So profitiert der zum Rentenbezug berechtigte Arbeitnehmer künftig anders als bisher auch von den Beiträgen, die sein Arbeitgeber für ihn einzahlt. Bislang hatte die Rentenversicherung die während des Rentenalters erhaltenen Rentenbeiträge einbehalten, sodass die Rentenbezüge dadurch nicht erhöht wurden. Ferner müssen Arbeitgeber für Mitarbeiter, die über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten, künftig keinen Beitrag zur Arbeitslosenversicherung mehr zahlen.

 

Damit werden zwei zentrale Forderungen der MIT umgesetzt. Luths ist erleichtert, dass das Gesetz nach drei Jahren zäher Verhandlungen auf dem Weg ist: „Von der Flexi-Rente profitieren alle Seiten: Der Staat nimmt mehr Steuern ein, Arbeitgeber können ihre Fachkräfte länger im Betrieb halten und Arbeitnehmer können ihren Renteneinstieg nach ihren Wünschen freiergestalten.“

 

Schon 2014 sind auf Druck der MIT die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen für die Flexi-Rentegeschaffen worden. Während zuvor langjährige Mitarbeiter bei Fortsetzung ihrer Arbeit über das Renteneintrittsalter hinaus praktisch unbefristet weiter arbeiten konnten und damit für die Unternehmen jeder Anreiz für eine weitere Beschäftigung fehlte, ist es seitdem erlaubt, Arbeitsverträge im Rentenalter zu befristen. Damit wird der Einsatz von „Flexi-Rentnern“ für Arbeitgeber erst attraktiv.

 

MIT-Vorsitzender Luths plädiert dafür, dass die Regelung auch auf Beamte übertragen wird: „Es ist nicht einzusehen, dass rüstige Beamte mit 67 in Zwangspension geschickt werden, wenn sie gern weiterarbeiten wollen und der Dienstgeber ihre Expertise dringend braucht.“