MIT Lüneburg fordert weitere Bemühungen für zusätzliche  Gewerbeflächen

Peter Luths - Vorsitzender und Mitglied des Bundes- und Landesvorstands
Peter Luths - Vorsitzender und Mitglied des Bundes- und Landesvorstands

Derzeit und bis auf weiteres seien Flächen des Standortübungsplatzes in Wendisch Evern für die   Bundeswehr nicht entbehrlich, meldete die Landeszeitung am 16.04.2016. Teile des Areals sollten   als Gewerbeflächen entwickelt werden. Das Gelände sei vollständig für Bundeswehr-Belange   erforderlich, eine Abgabe von Teilflächen nicht möglich. Dies habe der Präsident des dem   Bundesministerium der Verteidigung zugehörigen „Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und   Dienstleistungen der Bundeswehr“ in einem Brief dem Lüneburger Oberbürgermeister mitgeteilt.   Gleichwohl und angabegemäß ohne Kenntnis des Schreibens wandte sich kurz darauf Lüneburgs   Landrat mit einem Brief an den Staatssekretär Gerd Hoofe im Verteidigungsministerium, um   nachzuhaken und bisherige Planungen zur Gewerbeansiedlung auf Teilen der Bundeswehrflächen   zu konkretisieren.

 

Die MIT Lüneburg begrüßt grundsätzlich jede Bemühung, zusätzliche Gewerbeflächen im Landkreis   Lüneburg ausweisen zu können. Dies gilt insbesondere für die Überlegungen im nördlichen Bereich   des Standortübungsplatzes Wendisch Evern südöstlich der Straße Deutsch Evern – Wendisch   Evern, wo mit der nahen künftigen A 39 und der langfristigen Entwicklung bis zum Elbe-Seiten-Kanal   hervorragende Verkehrsanbindungen möglich wären. Zudem stünden auch bei größerem   Flächenbedarf Grundstücke zur Verfügung. Stünden – wenn denn die Bundeswehr das beplante   Gebiet aufgeben würde.

 

Es wird sich noch zeigen, ob es zielführend war, eine solche Festlegung wie die des Bundesamtes  herauszufordern und – anders als sonst üblich – offenbar unabgestimmt an den Staatssekretär im   Verteidigungsministerium heranzutreten. Jedenfalls sollten alle Vertreter Lüneburgs im Bundestag,   im Kreis- wie im Rathaus ihre Möglichkeiten nutzen, zunächst auf informellem Weg Zugang zu den   Verantwortlichen in Berlin zu suchen, um die aktuelle Festlegung aufzuweichen und nach Wegen zu   suchen, wie sich die Planungen doch noch realisieren lassen. Daneben sollte weiter versucht   werden, Optionen für alternative Gewerbeflächen zu suchen und zu sichern.