Neujahrsempfang 2016 in der Westergellerser Heide

Was leistet der Sport für den Zusammenhalt der Gesellschaft und was kann die Politik daraus lernen – unter diesem Motto stand der diesjährige Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes Lüneburg, dem Thema angemessen abgehalten in den Räumen des Turniergeländes Luhmühlen in der Westergellerser Heide.

 

In seiner Begrüßung charakterisierte der Günter Dubber das zurückliegende Jahr 2015 als „Jahr der Krisen“ wie Griechenland-, VW- und Flüchtlingskrise, richtete dann aber den Blick nach vorne und stimmte so die Gäste auch auf den kommenden Kommunalwahlkampf ein.

 

Der Hauptredner der Veranstaltung, Reinhard Rawe, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Niedersachsen, blickte auch zunächst zurück und beklagte noch einmal das Scheitern Hamburgs bei der Olympiabewerbung. Auch hier aber richtete er den Blick dann zuversichtlich nach vorne und behandelte grundsätzlich die Rolle des Sports in einer sich wandelnden Gesellschaft. Erinnert wurde zunächst daran, dass die CDU schon früh die gesellschaftliche Bedeutung des Sports erkannt hat So geht die Verankerung des Sports in der Landesverfassung auf eine Initiative des damaligen CDU- Oppositionsführers Christian Wulff zurück. 2012 verabschiedete die damalige CDU-Regierung das niedersächsische Sportförderungsgesetz, das dem Sport ein hohes Maß an Autonomie gewährt. Auf kommunaler Ebene ist der Sport aber immer noch keine Pflichtaufgabe, weshalb sich der CDU- Kreisverband massiv für Ausbau und Neuerrichtung wettkampfgerechter Sportstätten in Stadt und Kreis einsetzt.

 

Im Zentrum des Vortrages standen aber dann die gesellschaftlichen Potentiale des Sports. Der Sportentwicklungsbericht hebe die Bedeutung von Sportvereinen vor als „Stabilitätselemente“ in der Gesellschaft. Was in Zeiten der aktuellen Integrationsdebatte von besonderer Wichtigkeit ist. Sport ist eben weit mehr als ein Schulfach, es ist ein wichtiges Element der Lebensgestaltung, er vermittelt Werte wie Regeltreue und fair play. Insofern verdient die Sportlandschaft in Niedersachsen mit 170.000 Ehrenamtlichen, über 2,6 Millionen Mitgliedern und knapp 10.000 Vereinen starke politische Unterstützung, gerade auch wegen der Rolle der Vereine im Behindertensport und in der Inklusion.

 

Am Schluß ging Rawe auch noch auf die jüngsten Doping- und Koruptionsfälle ein und begrüßte das von der Bundesregierung verabschiedete Anti-Doping-Gesetz. Der Sport braucht die politische Unterstützung.

 

Abschließende wurde deutlich, wo der Sport als „Lernfeld“ Vorbild für die Politik sein kann, weil er vieles lehrt: Niederlagen aushalten, Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen, Respekt erweisen, durchhalten und immer das beste geben: „Wir können alle“, so schloss der engagierte Vortrag, „Olympiasieger sein, in dem wie wir arbeiten und was wir erreichen.“ Ein besseres Motto hätte sich die CDU für die kommenden Wahlkämpfe nicht aussuchen können.

Link: Reinhard Rawe, Vorsitzender des Landessportbundes Niedersachsen - Rechts: Günter Dubber, Vorsitzender des CDU Kreisverbandes Lüneburg
Link: Reinhard Rawe, Vorsitzender des Landessportbundes Niedersachsen - Rechts: Günter Dubber, Vorsitzender des CDU Kreisverbandes Lüneburg