Persönliche Animosität wiegt mehr als Sacharbeit

Monika Scherf
Monika Scherf

Landkreis verliert mit Monika Scherf seine Leistungsträgerin.

 

In der letzten Kreistagssitzung hat die rot-grüne Mehrheit gegen die Stimmen der Opposition beschlossen, die Stelle der Kreisrätin Monika Scherf nach Ende ihrer Amtszeit zum 30. April 2016 neu auszuschreiben.

Bemerkenswert bei dieser Abstimmung ist die seltene Geschlossenheit der Opposition: eine breite Koalition von CDU/Bündnis 21 RRP, FDP/Unabhängige und Linke machte sich für eine Verlängerung der hochkompetenten Arbeit von Frau Scherf stark, die sich vor allem in Raumordnungs- und umweltrechtlichen Fragen einen Namen gemacht hat. Leider zeigt sich hier wieder einmal, dass es der SPD nicht um die Sicherung einer sachlich hervorragenden Arbeit geht, sondern um persönliche Beleidigtheiten. Etwas Größe und überparteiliche Sachlichkeit hätte Landrat Nahrstedt gut angestanden. Der einzige Vorwurf, den er Frau Scherf machen kann, ist ihre Gegenkandidatur, die allerdings zu einem Zeitpunkt erfolgte, als die rechtlichen Voraussetzungen für seine Wiederwahl noch nicht einmal im Ansatz geklärt waren.

Mit Frau Scherf verliert der Landkreis eine seiner engagiertesten Leistungsträger. Ein herber Verlust für die politische Arbeit in der Region.